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Informationsblatt zur Einführung der Amateurfunkkonzession 3

(Novice License) in der Schweiz


Am 1. Mai 2000 treten verschiedene Verordnungsänderungen in Kraft, u.a. ist die Einführung einer Einsteigerlizenz für Funkamateure vorgesehen.

Warum eine Einsteigerlizenz ?

Mit der starken Verbreitung von Mobilfunk (NATEL) und Internet, entstand bei vielen Radioamateuren eine gewisse Interessensverlagerung, so dass der Nachwuchs an Amateurfunkern in den letzten Jahren zurückging. Mit einer Einsteigerlizenz, soll nun der Zugang zum Amateurfunk erleichtert und dieser rückläufigen Tendenz entgegengewirkt werden.

Die Idee einer erleichterten Amateurfunkkonzession bestand schon seit einiger Zeit. Lange wurde auch auf eine einheitlich internationale Lösung hin tendiert. Verschiedene europäische Länder (z.B. Deutschland und die Niederlande) haben bereits eine Einsteigerlizenz für Funkamateure geschaffen, in den USA ist die Novizen Lizenz ja schon lange ein Begriff.

Im Jahre 1998 gelangte die Union der Schweizerischen Kurzwellenamateure USKA mit einer Anfrage an das Bundesamt für Kommunikation. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern des BAKOMS's und der USKA legte daraufhin die grundsätzlichen Bedingungen für eine Einsteigerlizenz in der Schweiz (Amateurfunkkonzession 3) fest und erarbeitete die entsprechenden Verordnungsänderungen. Diese Änderungen sind am 1. Mai 2000 in Kraft getreten.

Was darf ein zukünftiger Amateur mit einer Einsteigerlizenz?

Aus den Verordnungsänderungen können wir entnehmen, dass:

  • Die Amateurfunkkonzession 3 berechtigt eine Funkanlage auf den Frequenzbänder 144-146 MHz und 430-440 MHz in der Betriebsarten Radiotelefonie, Fernschreiben,Packet Radio zu benützen.
  • Die Sendeleistung auf 144-146 MHz und 430-440 MHz ist auf 50 W ERP begrenzt.
  • Seit dem 1.1.2008 sind HB3-er-Lizenzen auf Kurzwelle zugelassen, und zwar auf 160m, 80m, 15m und 10m.
  • Die erlaubte Sendeleistung auf Kurzwellen beträgt 100 W. Es dürfen nur im Handel erhältliche Funkanlagen betrieben werden. Anpassungen an den Geräten sind nur zulässig, sofern sie nicht senderseitig verändert werden.

Was für Prüfungsbedingungen müssen zum Erwerb des Einsteigerausweises für Funkamateure erfüllt werden?

Laut Art. 31 der Verordnung des BAKOM über Frequenzmanagement und Funkkonzessionen umfasst die Prüfung schriftliche Arbeiten in den folgenden Fächern:

a) Vorschriften betreffend den Amateurfunk in folgenden Bereichen
  1. Internationales Radioreglement vom 21. Dezember 1959
  2. Verordnung über Frequenzmanagement und Funkkonzessionen
  3. Verordnung des BAKOM über Frequenzmanagement und Funkkonzessionen
Die Prüfungsdauer dieses Faches beträgt 20 Minuten, die Prüfungsfragen sind für alle drei Ausweise gleich.

b) Grundlagen der Elektro- und Funktechnik

Für den Einsteigerausweis wird im Fach Grundlagen der Elektro- und Funktechnik eine Auswahl von Fragen aus den in Art. 31 Buchstabe b aufgeführten Gebieten verwendet. Die Fragen sind so gestellt, dass sie durch logisches Überlegen beantwortet werden können und die Kandidatin oder der Kandidat dadurch den Nachweis erbringen kann, dass sie oder er sich mit der Materie befasst hat. Dazu werden einfache Rechenaufgaben aus den Grundlagen der Elektro- und Funktechnik angewendet.

Das Rechnen beschränkt sich auf einfache Beispiele aus dem Ohmschen Gesetz ohne Formelumbau und Algebra.

Die Prüfungsdauer dieses Faches beträgt 75 Minuten.

Wie kann man sich auf die Prüfung vorbereiten

Für die Vorbereitung auf die Amateurprüfung werden in einzelnen Sektionen der USKA wie auch durch Institute Kurse angeboten ( z.B. ILT ). Informationen dazu erhalten Sie bei der

Postadresse: USKA Sekretariat
Verena Thommen
Pappelweg 6
4147 Aesch
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Einen Überblick über die Art der an der Prüfung gestellten Aufgaben und deren Schwierigkeitsgrad ersehen sie aus dem Büchlein

Beispiele von Prüfungsaufgaben (erhältlich beim BAKOM)

Dabei entsprechen die an der Prüfung für die HB3 - Lizenz gestellten Aufgaben in Bezug auf Art und Schwierigkeitsgrad etwa den im folgenden, im Büchlein aufgeführten:

Technische Grundlagen

  1. Elektrizität, Magnetismus, Funktheorie

  2. 1.1 bis 1.6, 1.12 - 1.14, 1.22-1.23, 1.25, 1.27-1.29, 1.31-1.35, 1.39-1.41, 1.43, 1.46
  3. Bauelemente

  4. 2.1-2.5, 2.8, 2.13-2.15, 2.19, 2.23, 2.25-2.27, 2.29, 2.31, 2.54
  5. Schaltungen

  6. 3.9-3.10, 3.25-3.31, 3.43, 3.45, 3.52, 3.55
  7. Empfänger

  8. 4.1, 4.9-4.18, 4.20, 4.22-4.23, 4.26-4.28, 4.30-4.33
  9. Sender

  10. 5.7, 5.12-5.13, 5.20-5.22, 5.24
  11. Antennen und Antennenzuleitungen

  12. 6.1-6.3, 6.5-6.6, 6.10-6.13, 6.15-6.16, 6.18-6.19, 6.21, 6.24
  13. Wellenausbreitung

  14. 7.6, 7.14
  15. Messtechnik

  16. 8.3, 8.5-8.6, 8.8-8.9
  17. Störungen und Störschutz

  18. 9.1-9.6, 9.8-9.11
  19. Schutz gegen elektrische Spannungen, Personenschutz

  20. 10.1-10.8

Nationale und internationale Betriebsregeln und -verfahren

Alle

Nationale und internationale Bestimmungen über den Amateur-Funkdienst und den Amateur-Funkdienst über Satelliten

Alle

Auskünfte

Bundesamt für Kommunikation
Sektion Funkkonzessionen
Postfach
2501 Biel-Bienne

Tel. 032 327 58 33 Fax: 032 327 5840